Aktuelle Informationen

Empfehlung für Frauen mit Brustimplantaten.

In unserem Brustzentrum werden pro Jahr etwa 100 Brustimplantate eingesetzt.

Der überwiegende Anteil betrifft Patientinnen, die nach Brustkrebs zum Wiederaufbau ihrer Brust ein Implantat benötigen. Bei Fehlbildungen wird ebenfalls zur Korrektur oft ein Implantat benötigt, wie bei Brustvergrößerungen.

Für alle Frauen, die in unserer Klinik operiert worden sind, kann eine Entwarnung gegeben werden.

Im Brustzentrum Vogtland des Klinikums Obergöltzsch Rodewisch sind bereits seit 1998 hochwertige Silikon-Implantate verwendet worden. Es kamen und kommen nur Brust-Implantate zur Anwendung, deren Hersteller sich den Kriterien einer Materialprüfung unterzogen haben. Die Implantate sind sicher. Billigprodukte wurden nicht verwendet.

Die in die Kritik geratenen Hersteller PIP (Poly-Implantat-Prothese) und deren Abnehmerfirmen Rofil Medical Nederland B.V. sowie GfE Medizintechnik GmbH (TiBREEZE) hatten zur Füllung niederwertiges technisches Silikon verwendet, welches eigentlich zur Befüllung von Matratzen vorgesehen war.
Folge war, dass es bei einer überdurchschnittlich hohen Anzahl zu Einrissen in der Implantathülle und zum „Ausschwitzen“ von dünnerflüssigem Silikon durch die intakte Implantathülle und damit zu Entzündungen und Hautrötungen mit Schmerzen gekommen ist. Die Entstehung von Krebs dadurch ist durch Studien belegt nicht zu erwarten.


Aus gegebenem Anlass möchten wir uns an die Trägerinnen von Brustimplantaten wenden.

Es hat in letzter Zeit eine Menge von Anfragen zu diesem Thema gegeben, sowohl als E-Mail-Anfrage als auch als Fragen in der Brustsprechstunde.
Wir können Ihnen nochmals versichern: Es hat in unserer Klinik keine Verwendung der Billig-Implantate der genannten Firmen gegeben. Die getesteten und zertifizierten Produkte der neueren Generation sind sicher und halten in der Regel ein Leben lang.

Wenn Sie sich unsicher sind, rufen Sie uns an (0 37 44 / 3 61-51 50), mailen Sie oder lassen Sie sich einen Termin in der Brustsprechstunde geben zu einer Untersuchung und einem aufklärenden Gespräch. Vergessen Sie bitte Ihren Implantatpass nicht. Hier sind Herstellerfirma und Produktnummer normalerweise vermerkt.

Haben Sie keinen Implantatpass, sollten Sie sich auf jeden Fall in der Sprechstunde vorstellen. Wir beraten Sie auch gern, wenn Sie in einer anderen Klinik Brustimplantate erhalten haben oder im Ausland operiert worden sind. Haben Sie Implantate der o. g. Firmen eingelegt bekommen, dann sollten diese entfernt werden. Es besteht zwar keine akute Gefahr, aber diese Prothesen können kaputt gehen und dann Beschwerden und Probleme verursachen.

Die Entfernung der Implantate ist eine Leistung der Krankenkasse.
Entsprechende Informationen und Empfehlungen des zuständigen Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) können hier eingesehen werden.


Links

www.medführer.de
www.onkozert.de